Gedichte

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Das Portal der Predigerkirche in Erfurt

Joh. 1,5

“Das Licht kam in die Finsternis, und die Finsternisse hat´s nicht ergriffen.”

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Brüder

 

Wir schätzen nur die dunkleren Geschicke

in unseren Herzen brennt kein Ewig-Licht

und Wetterzittern über Hügeln, nachts

ist heimatlich, auch ohne Melodie.

 

Wir lieben nicht. Das Spielzeug ist für Arme.

Zerbrochen liegt die Puppe dort im Saal

und lächelt fleckig unter altem Putz

verrenkte Glieder, abgewandt.

 

Doch manchmal schneidet geller Vogelschrei

durch unsere Nacht, jäh, unverhofft

starre Finger kränzen Mohn

um deine wächserne Stirn.

 

Claudia Simone Dorchain, 2012

 

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Die Deutsche Gedichtebibliothek

http://gedichte.xbib.de

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Stummes Lied

 

Kein Ort

bietet meinem Skelett

ein Lager der Zuflucht.

 

Werde liegen

in Echos Schatten

erdrosselt im eigenen Haar.

 

Werde vergossen sein

abwärts aus dem Becher

wie ein Trank ins Nichts,

 

wo schwarzer Wein am Boden rollte

 

Bei jedem Schritt

spüre ich die Knochenzehen

in meinem Schuh.

 

Claudia Simone Dorchain, 2009

*Deutsches Literaturfernsehen

 

 

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Auguste Dorchain war Dichter und Herausgeber. Nach ihm ist eine Straße in Paris benannt.

Sein wichtigstes Gedicht war “Les étoiles éteints”.